TCM Sommer

Schwing dich auf Sommer ein!

20. Mai 2021

Nach chinesischen Kalender befinden wir uns seit dem 16. Mai  im Sommer. Und auch wenn sich das Wetter derzeit noch eher wie im März anfühlt, so ist es doch gut zu wissen, was wir tun können, um uns jetzt schon auf die Energie des Sommers einzuschwingen und wie wir uns ernähren sollten, wenn dann endlich auch die Sommerhitze Einzug hält. 

 

In dieser Folge erfährst du

  • welche Energie aus Sicht der TCM im Sommer vorherrscht.
  • wie du diese Energie in dir zum Schwingen bringen kannst.
  • warum es uns gerade jetzt, mehr als zu jeder anderen Jahreszeit, in den Kontakt mit anderen Menschen zieht.
  • was dein Herz und dein Dünndarm mit dem Sommer, deiner Lebensfreude und deinen Prioritäten zu tun haben.
  • wie du mit der richtigen Kost die nötige Energie für die aktivste aller Jahreszeiten gewinnst.

Viel Freude mit dieser Folge!

 

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Die Ernährung im Feuer-Element

Jedes Nahrungsmittel, das wir zu uns nehmen, bereichert uns mit seiner Energie, mit der wir unsere eigene Lebensenergie beeinflussen können. Daher profitieren wir im Sommer von einer Ernährung, die unsere nach außen gerichtete Feuer-Energie und Lebensfreude unterstützt und uns gleichzeitig die nötige Basis gibt, um diese Jahreszeit auszukosten, ohne dabei „auszubrennen“.

 

Das Feuer in unserer Nahrung: bitter, rot und unregelmäßig 

 

Und das tut in erster Linie der bittere Geschmack. Wenn du diesen Podcast schon öfters gehört hast, dann weißt du, dass wir Lebensmittel in erster Linie nach dem Geschmack klassifizieren und sekundär nach Farbe und Form.

Dem Feuer-Element wird der bittere Geschmack zugeordnet, denn er leitet die Energie nach unten und stellt somit eine ausgleichende Gegenbewegung zu der nach oben und außen schießenden Feuer-Energie dar. Er verhindert dadurch, dass das Feuer zu hoch oder zu unkontrolliert brennt und wir dadurch ausbrennen.

Indem er die Energie nach unten leitet, wirkt er außerdem verdauungsfördernd, weswegen man zum Beispiel gerne vor dem essen einen bitteren Aperitif oder nach dem Essen einen Espresso trinkt. Bitter hat aber auch eine austrocknende Wirkung und im Übermaß trocknet es das Blut und die Körpersäfte aus, wie man es zum Beispiel beim Menschen beobachten kann, die rauchen und viel Kaffee trinken. Es bewirkt eine trockene Haut, und begünstigt im Alter auch eine faltige Haut, weil das Zuviel an Bitterem der Haut die Feuchtigkeit entzieht. Gesündere Vertreter des bitteren Geschmacks sind Sommersalate, Radicchio, Rucola, Endivien und Artischocken, die Pampelmuse als Obst oder auch getrocknete Gewürze wie Rosmarin, Thymian oder Oregano.

 

Farbe und Form lassen sich für das Feuer-Element leicht vom Feuer ableiten: Rot bzw. mit all ihren Schattierungen (wie zum Beispiel bei Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren oder Tomaten) und durch spitze, unregelmäßige Formen (wie zum Beispiel bei Chili, Paprika oder Radicchio und anderen Salaten).

Also hol dir bittere Akzente in deine Ernährung und bring auch mehr Farbe ins Spiel und lass dich dabei am besten vom Marktangebot inspirieren.

 

Warme Nahrung zur Unterstützung der Verdauung

 

Die Rohkost wird ebenfalls dem Feuer-Element zugeordnet, da sie bei großer Sommerhitze als kühlende Kost eher zu bevorzugen ist als im Winter. Dennoch gilt es auch im Sommer so oft wie möglich warm zu essen, denn nach fernöstlichem Verständnis können zu viel Rohkost, Eisgekühltes und kalte Speisen zu einer Ansammlung von Kälte und Schleim führen, die das Immunsystem schwächen und zu Müdigkeit, Leistungsschwäche, Lustlosigkeit und Verdauungsschwäche führen kann.

Grillen, kurzes Anbraten und Wok-Gerichte sind unterstützende Kochtechniken, die jetzt gut in die Jahreszeit passen und die nötige Wärme in unsere Speisen bringen. Und gerne kombiniere auch gekochte Komponenten mit Rohkost, also zum Beispiel gekochte Hülsenfrüchte oder auch Getreide und Gemüse vom Vortag im Salat.

 

Und wenn du soweiso ein Typ bist, der schnell friert, dann empfehle ich dir, auch im Sommer ein gekochtes Frühstück zu essen. Gekocht muss ja nicht bedeuten, dass du es auch heiß vom Herd weg essen musst, sondern es kann auch ruhig zimmertemperaturwarm sein.

Dafür eignen sich gekochter Reis, Maisgrieß (Polenta), Dinkel oder Gerste. Du kannst das ganze Korn wählen, oder kochst ein Porridge aus Flocken.

Wähle Obst wie Äpfel, Birnen, Aprikosen oder Zwetschken und Pflaumen. Durch das Kochen  „yangisierst“ du die kühlende Wirkung vom Obst und es wird bekömmlicher. Mit Beeren und gehackten Nüssen getoppt, schmeckt dein Porridge richtig lecker, auch an heißen Tagen.

 

Erfrischende Nahrung und viel Flüssigkeit zum Ausgleich

 

Um uns vor der austrocknenden Wirkung des Feuers zu schützen, sollten wir unsere Ernährung um erfrischende Nahrungsmittel ergänzen, wie zum Beispiel sämtliches Kohlgemüse, Champignons, Paprika, Sellerie, Chicoree oder Äpfel und Birnen, und für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.

Unterstützend wirken auch saftige Kochmethoden, wie Dünsten, Blanchieren, Dämpfen, und auch durch das Garen im eigenen Saft oder im Wasserbad.

Und natürlich ist es auch wichtig, für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Vor allem leicht saure Getränke helfen deinem Körper, kostbare Säfte zu bewahren, denn der saure Geschmack wirkt zusammenziehend und erfrischend. Daher sind leicht saure Getränke super, um starkes Schwitzen auszugleichen. Wie z.B. Wasser mit einem Spritzer Zitrone, Hagebuttentee, Malventee, oder auch mal ein Smoothie. Aber bitte, trink nicht zu viel von den Smoothies, um deine Verdauungsenergie zu schonen.

 

Wenn du aber jemand bist, der auch außerhalb der heißen Sommermonate eher zu Hitze neigst, solltest du mit Gegrilltem und Saucen aufpassen! Lammfleisch ist das erhitzendste Fleisch überhaupt und in gegrillter Form ein Supergau für deinen Körper. Auch Meeresfrüchte sind thermisch heiß und können dadurch Entzündungsprozesse im Körper fördern, d.h. wenn du sowieso schon zu Entzündungen, Hautbeschwerden oder auch zu hohem Blutdruck neigst, dann bitte Finger weg. Auch Finger weg von Würstchen, Zwiebel- oder Knoblauchsaucen, Lauch, Schnittlauch, Tabasco, Chili und Curry. Sie sind einfach thermisch viel zu erhitzend für dich.

Zum Grillen empfehle ich dir eher Gemüse in allen Farben und Formen, Hühnerfleisch oder Fisch. Und mariniere dir dein Gemüse oder Fleisch unbedingt selbst und mixe dir auch deine Saucen selbst. Nur so hast du die Kontrolle über die Gewürze und auuuuch über die Menge an Salz, die du zu dir nimmst.

Und Stichwort Salz: Verwende auch gerne jetzt im Sommer bewusst Miso oder Algen, um die kühlende Wirkung dieser Salzquellen zu nutzen. Und, weil sie durch ihren salzigen Geschmack die Säfte in deinem Körper binden und bewahren.

 

Alles Liebe,

deine Sabine

 

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