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Nutze die thermische Wirkung deiner Nahrungsmittel

2. September 2021

Hast du dir schonmal über die Thermik deiner Nahrungsmittel Gedanken gemacht? Weißt, oder besser noch, spürst du, welche Speisen und Getränke dich erhitzen und welche dich kühlen?

 

Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin hat jedes Nahrungsmittel, jedes Gewürz und jedes Kraut eine eigene Thermik, die sich auf das Temperaturverhalten im Körper auswirkt. Dabei geht es nicht darum, wie heiß oder kalt eine Speise gegessen wird, sondern was sie in unserem Körper bewirkt. Denn Nahrung kann Kälte wie auch Hitze in uns erzeugen.

 

Thermik bezieht sich aber nicht nur auf unsere Nahrung, sondern auch auf das Wetter und die Jahreszeiten (die so genannte äußere Thermik) und auf deine individuelle Konstitution, mit der du geboren bist oder die du in verschiedenen Lebenssituationen und Lebensphasen hast –zum Beispiel wirst du als Frau in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren zu mehr Wärme oder Hitze neigen, als in anderen Phasen deines Lebens (in diesem Fall spricht man von innerer Thermik).

 

Ein spannendes Konzept, das erklärt, warum es Sinn macht, sich um eine ganz persönliche, individuelle und typgerechte Ernährung zu kümmern und warum das, was vielleicht deinem Partner oder deiner besten Freundin total gut tut, dir im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen bereiten kann.

 

Hör also unbedingt rein in diese Folge und melde dich sehr gerne, falls du dir in diesem Zusammenhang eine individuelle Ernährungsberatung wünschst. Hier geht’s zum unverbindlichen Erstgespräch.

 

 

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Wie du die thermische Wirkung deiner Nahrungsmittel für dich nutzen kannst

Die thermische Wirkung ist eines der wichtigsten therapeutischen Mittel in der Ernährungsberatung nach TCM. Das heißt, du kannst mit diesem Wissen direkten Einfluss auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden nehmen.

 

Bist du zum Beispiel jemand, der zu Kälte neigt, hast du oft kalte Hände und Füße, leidest du unter Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, weichem Stuhl bis hin zu Durchfall? Dann solltest du verstärkt erwärmende Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter in deinen Speiseplan einbauen, um dieser Kälte in dir entgegen zu wirken und dich von innen heraus zu wärmen. Dasselbe gilt auch für die kalten Jahreszeiten oder für Situationen, wenn Kälte in deinen Körper eingedrungen ist und du mit einer Erkältung kämpfst.

Neigst du allerdings mehr zu Hitze-Symptomen, hast du zum Beispiel eine rote, trockene und juckende Haut, Akne, Entzündungen, neigst du dazu schnell und verstärkt zu schwitzen, leidest du unter unruhigem Schlaf, Sodbrennen oder Verstopfung? Dann möchtest du diese Hitze nicht durch thermisch Erhitzendes verstärken, sondern durch vorwiegend thermisch neutrale und erfrischende Nahrungsmittel ausgleichen.
Genauso kannst du dich dann auch im Sommer, insofern äußere Hitze herrscht, dich mit erfrischenden Nahrungsmitteln und Getränken abkühlen.

 

Einteilung der Nahrungsmittel nach thermischer Wirkung von kühlend bis erhitzend

  • Fruchtsäfte wirken kalt
  • Früchte (generell Rohkost) wirken kühlend bis erfrischend
  • Milchprodukte wirken kühlend bis erfrischend
  • Früchte- und Kräutertees wirken erfrischend
  • Gemüse wirkt erfrischend bis neutral
  • Getreide und Hülsenfrüchte wirken neutral
  • Öle und Fette wirken neutral
  • Nüsse und Samen wirken neutral bis wärmend
  • Fleisch und Fisch wirken wärmend
  • Gewürze wirken wärmend bis erhitzend
  • Kaffee und Kakao wirken erhitzend

 

Von dieser Basis-Einteilung gibt es einige Ausnahmen

  • Gewürztees (Yogitees) wirken wärmend bis erhitzend
  • Fenchel, Lauch, Zwiebeln, dunkler Kürbis, Kohl wirken wärmend
  • Kirschen, Marillen und Pfirsiche wirken wärmend
  • Schaf- und Ziegenmilch wirkt wärmend
  • Hafer wirkt leicht wärmend, Gerste und Weizen wirken kühlend
  • Kurkuma, Minze und Salbei wirken kühlend

Quellen: Chinesische Diätetik, Ute Engelhardt und Carl-Hermann Hempen; Mit der 5-Elemente-Ernährung zur Wohlfühlfigur, Barbara Temelie; Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin, von Blarer Zalokar u.a.

 

Wie du die thermische Wirkung beeinflussen kannst

Erwärmend wirken:

  • kochen, dünsten, dampfgaren, schmoren, blanchieren, backen
  • zerkleinern, reiben, pürieren
  • in Essig einlegen, trocknen (z.B. Trockenfrüchte, Kräuter)

 

Deutlich erwärmerd bis erhitzend wirken:

  • grillen, rösten, braten, frittieren
  • in Alkohol zubereiten
  • scharfe Gewürze verwenden

 

Erfrischend wirken:

  • keimen lassen, in Wasser einlegen, in Sojasauce einlegen

 

Deutlich erfrischend bis kühlend wirken:

  • Tiefkühlen
  • In Salz einlegen

 

Praktische Beispiele:

Rohe Tomaten wirken thermisch kühlend – durch langes Einkochen als Sugo (Sauce) oder Suppe werden sie wärmer mit erfrischendem Akzent.

 

Linsen wirken thermisch neutral – durch Keimen werden sie kühlend.

 

Rindfleisch wirkt erwärmend – durch scharfes Anbraten oder gegrillt wird es erhitzend.

 

Apfel wirkt kühlend – als Kompott gekocht ist er neutral und durch die Zugabe von Zimt wird das Kompott erwärmend.

 

Welche thermische Wirkung solltest du bevorzugen?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eher zu Kälte oder Hitze neigst, dann bevorzuge Nahrungsmittel mit neutraler Wirkung. Neutrale Nahrungsmittel nähren, gleichen aus und bauen sowohl Yin als auch Yang auf. Außerdem unterstützt die neutrale Thermik besonders deine Mitte, also deine Verdauung, den Magen und das Milz-Qi. Kombiniere diese Nahrungsmittel mit erfrischenden und erwärmenden Nahrungsmitteln und meide erhitzende und kühlende Nahrungsmittel so gut es geht.

Und falls du dir hierzu persönliche Unterstützung wünschst, dann melde dich gerne! Ich freue mich auf dich!

 

Alles Liebe,

Sabine

 

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