Übergangszeiten in der TCM

Übergangszeiten in der TCM – gestärkt in die neue Jahreszeit

4. Februar 2021

Laut chinesischem Kalender befinden wir uns mitten in einer Dojo-Zeit, in einer Übergangszeit zwischen Frühling und Winter. Vielleicht kannst du den Übergang auch spüren? Die noch frostigen Tage, die teilweise sonnigen Stunden zwischendurch, der Wind, der erste Hauch von Frühling, der in der Luft liegt…?

 

Die Natur sorgt für sanfte Übergänge zwischen den Jahreszeiten, weshalb wir in der TCM auch eher von Wandlungsphasen sprechen. Als Ausdruck der stetigen Wandlung der Gezeiten und für die harmonische Transformation von einer Phase in die folgende.

 

Übergangszeiten in der TCM

Im Sinne der TCM sind Dojo-Zeiten nicht nur dazu gedacht, einen jahreszeitlichen Kreislauf abzuschließen und sich auf den neuen vorzubereiten, sondern auch Zeiten, um sich wieder in der eigenen Mitte einzupendeln, bevor etwas Neues entsteht. Und dies auf allen Ebenen: körperlich, geistig und seelisch.

 

Auf körperlicher Ebene bietet sich eine Reiskur mit langgekochte Reissuppe an (Congee), die in der TCM als Heilnahrung gilt: sie entschlackt und entgiftet auf der einen Seite, und auf der anderen Seite baut sie kostbare Körpersäfte wieder auf und befeuchtet Trockenheitszustände. Congee zu kochen ist kinderleicht: Man kocht dafür 1 Anteil Reis (z.B. 200 g Vollkornreis) in 10 Anteilen Wasser (2 Liter), zwischen 2 bis 4 Stunden. Dabei platzen die Reiskörner auf, und es entsteht eine sämige Suppe. Und Achtung: 200 g ist zwar nicht viel, aber wer schonmal Congee gekocht hat, weiß, welche Menge daraus entsteht – sie reicht locker für 4-5 Tage!

 

Eigentlich ist es so gedacht, dass man das Congee pur isst, aber das kann – gerade wenn du noch nie eine Reiskur gemacht hast – eine echte Herausforderung sein 😉 Daher habe ich dir ein paar Ideen zum Verfeinern zusammengestellt, um ein bisschen Abwechslung in deine Reiskur zu bringen:

 

Süßes Congee zum Frühstück oder für den Süßappetit am Nachmittag

  • Verfeinere es mit geriebenen Äpfeln oder Birnen, Rosinen, einer Prise Zimt oder Vanille
  • Koche eine Portion mit fein gehackten Trockenfrüchten deiner Wahl, zum Beispiel Datteln, Feigen, Aprikosen, Goji-Beeren oder Cranberries (nur wenn du ungesüßte hast!)
  • Rühr einen Löffel Nussmus deiner Wahl ein, süße es mit Reis- oder Gerstenmalz und füge gehackte Mandeln, Haselnüsse oder Walnüsse hinzu

 

Herzhaftes Congee zum Mittagessen oder als leichtes Abendessen

  • Ergänze es mit gekochtem Gemüse, wie zum Beispiel Möhren, Pastinaken, Sellerie, Süßkartoffel oder Kürbis.
  • Koche eine Portion mit grünem Blattgemüse auf (Brokkoli, Mangold, Spinat, Pak Choi) und lasse es ca. 3-4 Minuten köcheln, bis das Gemüse weich ist.
  • Verfeinere es mit Gewürzen wie Thymian und Rosmarin und frischen Kräutern oder Microgreens.
  • Füge einer Portion rote Linsen hinzu und lass es so lange köcheln, bis die Linsen gar sind. Würze dein Congee-Dal mit etwas Shiro-Miso und bestreue es mit Sesam oder Gomasio (Sesam salzig geröstet).
  • Dünste eine Handvoll Shiitake Pilze in ein wenig Gemüsebrühe oder Wasser an, rühre sie unter dein Congee und würze es mit Gomasio. Shiitake enthalten alle 8 essentiellen Aminosäuren und gelten in der TCM als eine der wirksamsten Heilpilze.

Klassisch dauert eine Reiskur 9 bis 12 Tage, aber auch schon 2 oder 3 Tage, selbst ein einzelner Entlastungstag ist eine Wohltat für den Körper. Natürlich kannst du Congee auch einfach nur zum Frühstück oder als leichte Zwischenmahlzeit essen. In diesem Fall rate ich dir, das Congee in größeren Gläsern einzuwecken. So hält es dann mehrere Wochen im Kühlschrank.

 

Was du noch tun kannst, um diese ganz besondere Zeit für dich zu nutzen erzähle ich dir in der heutigen Podcastfolge:

 

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Viel Freude damit! Und falls du Fragen hast oder dir individuelle Unterstützung wünschst, dann melde dich sehr gerne. Ich freue mich, von dir zu hören!

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Alles Liebe,
Sabine